Kreuzfahrten

Zu Besuch auf der Norwegian Getaway

Vor einigen Wochen hatte ich einen Termin zur Schiffsbesichtigung. Dieser wurde leider verschoben, da es an dem Tag wirklich sehr stürmisch war und die Getaway auf Reede bleiben musste. Aber nun hat es endlich geklappt und ich muss vorweg gleich sagen, dass die Getaway mich voll und ganz überzeugen konnte. Selbst nach langem überlegen fällt mir nichts negatives ein. Nun ja doch, das Wetter war ziemlich nordisch, sprich, es war mal wieder etwas windig und zudem auch noch sehr regenreich. Aber dafür trägt ja keiner Schuld. Außer Petrus vielleicht!

Ich war schon auf einigen Kreuzfahrtschiffen, aber die Getaway war das erste Schiff einer US-amerikanischen Reederei und auch die erste solcher Größenordnung. Um mal kurz ein paar Daten um mich zu werfen – die Getaway ist 325m lang, fast 40m breit und hat Platz für etwa 4000 Passagiere. Dazu kommen nochmal etwa 1600 Crew-Mitglieder, die sich um das Wohl der Gäste kümmern. Seit 2014 kreuzt sie größtenteils durch die Karibik, jedoch im Sommer gelegentlich auch durch andere Meere. Wie dieses Jahr in der Ostsee, wo sie den Passagieren die Schönheiten der Ostsee zeigt. Ziele sind unter anderem Tallin, Helsinki, Stockholm und Kopenhagen. Und natürlich Warnemünde, wo ich für einen Tag aufsteigen durfte.

Aber der Reihe nach. Nachdem ich am Cruise Center angekommen war, wurde ich sehr freundlich von einer Mitarbeiterin der NCL (Norwegian Cruise Line) begrüßt. Dann folgte das übliche Prozedere. Erst die Sicherheitskontrolle, dann der Check-In und die Übergabe des Besucherpasses. Wie gewöhnlich wird der Ausweis oder Reisepass von der Sicherheitscrew einbehalten und beim Verlassen des Schiffes wieder ausgehändigt. Damit soll natürlich verhindert werden, dass sich jemand auf dem Schiff als blinder Passagier versteckt. Ich frage mich, ob das schon jemals jemand versucht hat und vor allem, ob das geklappt hat.

Gleich geht’s an Board

So, da stand ich nun auf dem Schiff. Der erste Eindruck, wie auch sonst im Leben der wichtigste, war sehr gut. Gut abgestimmte Farben, tolles Ambiente und selbst der Duft der Luft hatte irgendwie was besonderes. (falls jemand weiß, welcher Raumdurft dort verwendet wird, kann es mir gerne verraten)

Essen im japanischen Restaurant – das Teppanyaki

Um gestärkt die Getaway zu erkunden, bewegten wir uns Richtung Deck 6 und dem Restaurant „Teppanyaki“. Ich würde gerne den Bereich vor dem Restaurant beschreiben. Aber schaut Euch einfach die Bilder an. Ein Kronleuchter über drei Decks – unglaublich, oder?

Der Kronleuchter der Norwegian Getaway

Das Teppanyaki ist ein japanisches Restaurant. Der Name ist absolut passend gewählt, denn Teppanyaki sind im Japanischen Gerichte, die auf direkt auf der Platte zubereitet werden. Und so auch hier. Ich muss gestehen, dass ich vorher noch nie japanisch gegessen habe, da die asiatische Küche eher nicht so mein Fall ist. Aber, warum nicht auch mal was Neues ausprobieren. Und so habe ich mich durch die Gerichte durchprobiert, und ja, es hat ungelogen alles sehr gut geschmeckt. Selbst für uns außergewöhnliche Sachen, wie das Seegras. Oder spezielle Dips mit exotischen Gewürzen. Aber die Japaner verstehen was vom Kochen, ohne Zweifel. Denn geschmeckt hat nämlich alles.

Die Speisekarte im Teppanyaki

Das wahre Highlight war aber nicht das Essen, welches schon großartig war, sondern der japanische Koch, der dieses zubereitet hat. Das war so gut, dass man ein Problem hatte. Man musste sich entscheiden zwischen essen – oder zugucken, staunen und lachen. In meinem Fall kam noch das Fotografieren hinzu. Aber irgendwie habe ich es doch geschafft. Und…ach, ich will gar nicht lange um den heißen Brei herum reden. Guckt Euch einfach das Video an.

Um Euch aber auch einen kleinen Einblick von dem Essen zu geben, hier eine kleine Galerie mit Schnappschüssen aus dem „Teppanyaki“. Das Teppanyaki ist übrigens nicht im Reisepreis inklusive, aber ich kann Euch den geringen Aufpreis wirklich empfehlen. Das werdet Ihr auf keinen Fall bereuen und Ihr habt ein Erlebnis, an das Ihr Euch noch lange erinnern werdet. Ihr solltet aber unbedingt frühzeitig reservieren, da das Teppanyaki sehr beliebt und somit immer schnell ausgebucht ist.

Norwegian Getaway Teppanyaki
Essensbereich im Teppanyaki
Norwegian Getaway Teppanyaki
Suppe und Seegras-Salat
Norwegian Getaway Teppanyaki
Exotische Dips für die Gerichte
Norwegian Getaway Teppanyaki
Kuchen aus grünem Tee und Eis

Aber ich war ja nicht nur zum Essen dort und nachdem ich Euch die ganze Zeit vom Teppanyaki vorgeschwärmt habe, geht es nun weiter. Jetzt wird das Schiff erkundet.

Ab Deck 6 geht der Spaß erst richtig los

Bis Deck 5 gehen hauptsächlich die Kabinen der Crew, das Medizinische Zentrum, dann einige Kabinen für die Passagiere und der Maschinenraum. Ab Deck 6 wird es erst richtig interessant, denn dann beginnt die „Spaß“-Zone. Entertainment, Restaurants, Spa – alles was das Herz begehrt. Natürlich habe ich es nicht geschafft, das komplette Schiff durchzutesten. Aber ich werde Euch ein paar Bereiche vorstellen, um Euch einen kleinen Einblick in die großartige Welt der Norwegian Getwaway zu verschaffen.

Neben dem Teppanyaki gibt es zum Beispiel auch noch ein französisches Restaurant, das Le Bistro, welches auch À-la-carte Gerichte anbietet. Es bietet eine tatsächliche die Atmosphäre eines kleinen, französischen Bistros und man kann dort sogar „draußen“ sitzen und dem Schiffstreiben zugucken.

Le Bistro auf der Norwegian Getaway
Le Bistro auf der Norwegian Getaway
Le Bistro auf der Norwegian Getaway
Le Bistro auf der Norwegian Getaway
Le Bistro auf der Norwegian Getaway
Le Bistro auf der Norwegian Getaway

Was ich so auch noch nicht kannte, war das Illusionarium. Das Illusionarium ist eine Mischung aus Entertainment und Restaurant. Während des Essens wird man von Showeinlagen und Zaubertricks unterhalten. Alleine schon der Eingang des Illusionarium mit seinen vielen Skurilitäten fasziniert einen und lässt einen neugierig werden.

Illusionarium auf der Norwegian Getaway
Illusionarium auf der Norwegian Getaway
Illusionarium auf der Norwegian Getaway
Illusionarium auf der Norwegian Getaway
Illusionarium auf der Norwegian Getaway
Illusionarium auf der Norwegian Getaway

Neben dem Illusionarium und vielen Restaurants und Bars befindet sich auch noch das Theater der Getaway, welches sich über Deck 6 & 7 erstreckt! Hier werden mehrmals täglich verschiedene Aufführungen vorgetragen. Eine rechtzeitige Anmeldung sichert auch hier die besten Plätze.

Ebenfalls über Deck 6 & 7 erstreckt sich das Atrium. Hier kann man entspannt sitzen und sich das ein oder andere Getränk gönnen. Unter anderem im O’Sheehan’s, einem Irish Pub. Dazu kann man sich auf einer riesigen Leinwand ständig wechselnde Filme angucken. Als ich an Board war, lief „Vaiana“. Es ist also auch an die kleinen Gäste gedacht.

Theater auf der Norwegian Getaway
Theater auf der Norwegian Getaway
Theater auf der Norwegian Getaway
Theater auf der Norwegian Getaway
O'Sheehan's auf der Norwegian Getaway
O’Sheehan’s auf der Norwegian Getaway

Wandern wir nun auch über die anderen zahlreichen Decks. Neben reichlich kulinarischen Orten gibt es selbstverständlich noch einen riesigen Casino-Bereich. Zudem gibt es noch eine „ICE BAR“, wo man bei Minusgraden (natürlich schön warm eingepackt) besondere Spritiousen genießen kann. Um sich wieder aufzuwärmen eignet sich der Spa-Bereich. Hier kann man wunderbar relaxen. Ob exklusiver Pool, Sauna oder Massagen – einem ausgedehnten Entspannungstag steht somit nichts im Wege.

ICE BAR auf der Norwegian Getaway
ICE BAR auf der Norwegian Getaway
Spa auf der Norwegian Getaway
Spa auf der Norwegian Getaway
Spa auf der Norwegian Getaway
Spa auf der Norwegian Getaway
THE HAVEN – das Schiff-im-Schiff Prinzip

Wer es noch exklusiver mag, dem sei THE HAVEN empfohlen. Inmitten des HAVEN gibt es einen versteckten Courtyard. Die Suiten haben einen privaten Außenbereich mit direktem Zugang und viele andere Annehmlichkeiten. Ich wollte dort nicht besonders viel fotografieren, um die Ruhe der Gäste nicht zustören. Wer aber gerne mehr über THE HAVEN wissen möchte, kann hier gerne mal gucken.

THE HAVEN – Weitere Informationen

THE HAVEN Courtyard auf der Norwegian Getaway
THE HAVEN Courtyard auf der Norwegian Getaway
THE HAVEN Courtyard auf der Norwegian Getaway
THE HAVEN Courtyard auf der Norwegian Getaway
Drinnen wie Draußen – Spaß ist garantiert!

Man muss natürlich nicht den ganzen Tag im Schiff verbringen. Auch an Deck wird einem auf der Norwegian Getaway eine Menge geboten. Von unzähligen Pools, über Wasserrutschen, ein Basketballfeld und sogar Mini-Golf, ist eines der Highlights der Klettergarten.

Minigolf auf der Norwegian Getaway
Minigolf auf der Norwegian Getaway
Minigolf auf der Norwegian Getaway
Minigolf auf der Norwegian Getaway
Klettergarten auf der Norwegian Getaway
Klettergarten auf der Norwegian Getaway
Fazit – Lohnt sich eine Reise mit der Norwegian Getaway?

Definitiv JA. Die Norgwegian Getaway ist so voller Abenteuer, kulinarischen Erlebnissen und Komfort, das seinesgleichen sucht. Es gibt noch viel mehr zu erleben an Board, als ich es hier beschreiben konnte. Denn das hätte den Rahmen gesprengt und dann wäre es kein Blog mehr, sondern ein Roman. Die Norwegian Getaway muss man selbst erleben. Ich werde nächstes Jahr mit Sicherheit die Ostsee-Route mit NCL machen. Dann wird es wohl, wie mir gesagt wurde, die Norwegian Breakaway sein. Die ist aber bauglich mit der Norwegian Getaway, so dass ich mich auch dort wieder sofort wohlfühlen werden.

ALLEMANNANDECK

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.