Kreuzfahrten

Die erste Kreuzfahrt – wie ist das so?

Wie bei vielen anderen Dingen gibt es immer ein erstes Mal. So ist es auch bei Kreuzfahrten. Bevor aber einen das Kreuzfahrtfieber packt, muss man erstmal seine erste Kreuzfahrt hinter sich bringen. Kreuzfahrten sind momentan absolut im Trend. Warum auch nicht? Sie verbinden alles, was das Reisen zu einem unbeschwerten Erlebnis machen. Mittags noch in Oslo, den nächsten Tag in Kopenhagen. Und in der Zeit dazwischen hat man sich in einem der vielen Restaurants vollgefuttert, sich vor die Showbühne gesetzt und ein Musical angeguckt oder man hat einfach im Spa-Bereich gelegen und entspannt. Aber was einem auch am meisten Spaß macht, es ist garantiert für jeden das Richtige dabei.

So entschied auch ich mich vor einiger Zeit zu einer Kreuzfahrt. Da ich in Rostock/Warnemünde wohne und den Hafen direkt vor der Nase habe, war ich schon immer von Kreuzfahrtschiffen angetan. Lediglich der Zweifel an meine Seetauglichkeit hat mich davon abgehalten, schon viel früher eine Kreuzfahrt zu buchen. Eines Tages war es aber doch soweit und ich entschied mich für eine Kurztour nach Norgewegen und Dänemark auf der AIDAbella. Kurztour deshalb, weil ich mir dachte, wenn ich es absolut nicht auf dem Schiff aushalte, dann ist der ganz Spuk wenigstens in vier Nächsten wieder vorbei. Klar, ich bin schon öfter mit der Fähre nach Dänemark rüber. Oder auch bei Windstärke 6 von Mykonos nach Piräus gefahren. Aber das war halt immer nur für paar Stunden.

Um es gleich schon am Anfang zu sagen. Ja, ich bin sehr empfindlich was Seeegang betrifft und nein, ich habe mich zu keinem Zeitpunkt schlecht gefühlt. Vermutlich liegt es daran, dass man ein Kreuzfahrtschiff nicht mit einer kleinen Fähre vergleichen kann. Modernste Technik, Stabilisatoren und vieles andere wirkt dem Seegang schon gut entgegen. Zudem sollte man Gebiete wie die Ostsee als erstes Gebiet wählen, da dieses Gewässer doch eher ruhig ist. Im Gegensatz zur Nordsee im Herbst oder den Golf von Biscaya. Denn dort kann selbst den Hartgesottenen unter uns Angst und Bange werden.

Nun zum Ablauf unserer Reise. Wir sind ganz entspannt nach Warnemünde gefahren. Die Anbindung ist super und selbst mit Gepäck stressfrei zu erreichen. Zudem fahren auch Shuttle-Busse von AIDA direkt vom Hauptbahnhof Rostock bis nach Warnemünde. Das geht aber auch genauso gut mit der S-Bahn.

Nun geht’s endlich an Board

Angekommen am Cruise Center Terminal ging zuerst zur Gepäckaufgabe und dann zum Check-In. Dort wurde man freundlich begrüßt und der Ablauf war auch absolut stressfrei. Dann ging es über die Gangway endlich an Board. Dann ging es zu unserer Kabine. Trotz der unglaublichen Größe, war alles gut strukturiert und problemlos auffindbar. Das bei den AIDA Schiffen Deutsch die Boardsprache ist, erleichtert es nochmal zusätzlich. In unserer Kabine angekommen waren wir total erstaunt. Es war sehr schön eingerichtet und auch hergerichtet. Dann ging es zum Balkon. Volltreffer, unsere Kabine war zur Landseite. Übrigens empfiehlt es sich, und das hatten wir auch, eine Kabine mittig zu nehmen, da dort das Schiff am wenigsten eventuellen Schwankungen ausgesetzt ist.

AIDAbella
Die Balkonkabine – Nummer 7320

Das Wetter war an diesem Tag wie bestellt. Während es die Tage davor noch geregnet hat und kalt war, wie meistens im April, strahlte bei uns die Sonne. Und so setzten wir uns auf den Balkon und genossen das Sonnenbad. Dann wurde zur Seenotrettungsübung gerufen. Dieser Vorgang wird vor jedem Ablegen gemacht und man muss immer dran teilnehmen, egal wie oft man schon auf Kreuzfahrtschiffen mitgefahren ist. Dort wird einem erklärt was in einem Notfall zu tun ist. Auch dort ist die Atmosphäre sehr angenehm, auch wenn man dort natürlich ordentlich aufpassen sollte.

Wenig später war denn auch der große Moment gekommen. Das Ablegen. Ich war wahnsinnig aufgeregt, mein Herz kribbelte. Langsam schob sich das Schiff zur Seite. Kaum spürbar und doch sah man, wie sich der Pier immer weiter entfernte. Die Verwandten, die uns verabschiedeten, winkten uns und wurden immer kleiner. Dann ging es Richtung Molenfeuer. Begleitet von vielen kleinen privaten Booten und den Schiffen der Hafenrundfahrt gab es ein Hupkonzert ohne Gleichen. Dazu die Auslaufmelodie der AIDA. Wenn ich heute noch daran denke, dann bekomme ich eine Gänsehaut. Das war ein Moment für die Ewigkeit!

Warnemünde
Das Auslaufen in Warnemünde
Der erste Abend auf einem Schiff – unvergessliche Momente

Noch lange blieb ich auf dem Balkon sitzen. Bis die Sonne hinter dem Horizont verschwand. Es war einfach nur ruhig, entspannend und unglaublich friedlich. Ich habe viele Fotos gemacht, aber kaum eins konnte diese Momente festhalten. Als ich dann völlig tiefenentspannt war, habe ich mich auf Nahrungssuche begeben. Dies stellte sich, zumindest auf der AIDAbella, völlig unproblematisch dar. Denn Buffetrestaurants gibt’s genug und so hat irgendwie auch immer eins geöffnet zu einer bestimmten Uhrzeit. Natürlich gibt’s auch noch das ein oder andere À-la-carte Restaurant, aber das habe ich mir für einen anderen Tag aufgehoben. Die Auswahl war so groß, dass ich wie jeder Buffetprofi, mir von den besten Dingen etwas auf den Teller gelegt habe. Auch der mehrmalige Nachschlag durfte natürlich nicht fehlen. Um dann vollgefuttert das Schiff zu erkunden.

AIDAbella
Sonnenuntergang auf der Ostsee
AIDAbella
Eines der vielen Restaurants auf der AIDAbella

Den Abend gab es noch etwas Abendunterhaltung im Theatrium. Das Theatrium ist eine Mischung aus Theater und Atrium. Es ist sehr offen gestaltet und so kann man problemlos in jede Vorführung reinschnuppern und bei Nichtgefallen weiterziehen. Und ein weiterer Vorteil ist, man kann sich nebenbei an die Bar setzen und bei einem kleinen Umtrunk die Shows genießen.  Nach einem langen Abend ging es dann auf die Kabine und auch gleich ins Bett.

SEETAG – Zeit das Schiff zu erkunden

Den nächsten Tag habe ich schon mit etwas Sorge entgegen gesehen – Seetag! Für jeden, der zum ersten Mal eine Kreuzfahrt macht vermutlich ein etwas beklemmendes Gefühl, den ganzen Tag auf dem Meer zu sein. Was ist, wenn das Wetter nicht gut ist? Was ist, wenn zu doller Wellengang ist? Ich hatte Glück, an dem Tag war das Wetter fantastisch. Die Sonne schien, das Wasser war spiegelglatt und die Temperaturen mild. Und so ging es auf’s Sonnendeck!

AIDAbella
Am Morgen des Seetages
AIDAbella
Das Sonnendeck der AIDAbella

Da ich im April gefahren bin, war es natürlich noch kein Wetter für Pool und Badehose. Aber ich habe mir trotzdem einen schönen Fleck gesucht und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Später bin ich noch zum Heck des Schiffes gegangen, habe mich an einen Tisch gesetzt, ein Alster getrunken und einfach auf’s Meer geschaut. Man mag gar nicht glauben, wie entspannend die einfachsten Dinge sein können.

AIDAbella
Das Sonnendeck der AIDAbella
AIDAbella
Die Ostsee – schön, oder?!
Das erste Reiseziel – Willkommen in Norwegen

Nachdem ich am Seetag das gesamte Schiff mehr oder weniger erkundet habe, freute mich nun auf den ersten Hafen, den wir bei der Reise anliefen. Bereits beim Einlaufen in den Oslofjord versammelten sich die Passagiere auf dem Sonnendeck und genossen eine unbeschreibliche Landschaft. 

AIDAbella in Norwegen
AIDAbella in Norwegen
AIDAbella in Norwegen
AIDAbella in Norwegen

Am Abend haben wir dann in Oslo fest gemacht. Direkt an der Festung Akershus, wow, ein Highlight jagt das nächste. Nun wird nochmal fix der Reiseführer durchgeblättert, um nächsten Tag gut geplant die Stadt zu erkunden. Am Abend bin ich einfach in der Nähe des Schiffes umher geschlendert.

AIDAbella
Reiseführer für Oslo

Der dritte Tag der Reise hat nun begonnen und so ging es morgens nach dem Frühstück gleich an Land. Das Schöne war, dass wir quasi direkt in der Stadt lagen mit dem Schiff. So war man nach fünf Minuten Fußweg direkt am Rathaus und somit Mitten in der Stadt. Zuerst ging ich zur Oper von Oslo. Dieses Motiv dürfte jedem bekannt sein und so durfte es auch auf meiner To-Do-Liste nicht fehlen. Dann ging es weiter zum Friedensnobelpreis-Center, zwischendurch hier und dort noch ein paar Fotos gemacht. Dann durfte, wie immer bei mir, das Hard Rock Cafe nicht fehlen. Dort ein paar Souvenirs gekauft, dann weiter zum Königlichen Schloss, welches in Sichtweite lag. Wieder ein paar Fotos gemacht und weiter ging es zur Aker Brygge. Dort dann im TGIF nochmal gestärkt und den Ausblick genossen, bevor es zurück auf’s Schiff ging.

Oslo mit AIDAbella
Oper von Oslo
Hard Rock Cafe mit AIDAbella
Hard Rock Cafe in Oslo
Oslo mit AIDAbella
Das Königliche Schloss in Oslo
Oslo mit AIDAbella
Ausblick von der Aker Brygge

Fortsetzung folgt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.